7 Sanierung und Therapie im Überblick

PAIN-Konzept

 

Leitfaden für eine human-verträgliche Amalgamsanierung

1. KONTAKTAUFNAHME MIT DER PAIN

2. NACHWEIS EINER BESTEHENDEN AMALGAMVERGIFTUNG UND BESTIMMUNG DES AUSMASSES DER SCHÄDIGUNG

 

a) Feststellung der Fremdmaterialien im Mund

Wieviele Amalgamfüllungen, Brücken, Inlays oder Kronen sind vorhanden ? Legierungszusammensetzung in Erfahrung bringen (Jeder Patient hat das Recht auf Akteneinsicht bzw. auf eine Kopie der Krankenakte). Panorama-Aufnahme vom Kiefer anfertigen lassen. Sind tote oder wurzelbehandelte Zähne vorhanden ? Bewertung des Schädigungspotentials in Relation zu der Menge und Ausführung.

 

b) Anamnese (Krankengeschichte) aufstellen. Ab wann sind Symptome aufgetreten ? Intensität, Kurzgeschichte des Krankheitsverlaufs aufstellen und mit Umfeld, behandelnden Ärzten und anderen Behandlern abstimmen und bestätigen lassen.

Die folgenden Testverfahren müssen nicht alle durchgeführt werden, es kommt darauf an, was man wissen will oder muss, wie groß der Schaden ist, ob man klagen will, ... .

Man kann nach der Amalgamentfernung auch ohne Test weiter machen.

 

c) Speicheltest mit Kaugummi kauen (ca. 10 Minuten). Danach Kaugummi und Speichel auf Metalle analysieren lassen. Zusätzlich Metallkonzentration im Ruhespeichel messen.

 

d) Urin-Test mit dem Medikament DMPS durchführen lassen. (Natriumsalz der Dimercaptopropan-1-sulfonsäure in Ampullenform zur Injektion oder als Kapseln). Dies ist das am weitesten verbreitete Testverfahren.

 

e) Allergietest (Test zur Bestimmung der Verträglichkeit sämtlicher Zahnwerkstoffe). Auf Spätreaktionen achten (bisweilen mehr als 14 Tage !!).

 

f) Gewebeproben zur Bestimmung der Metallkonzentration analysieren lassen (gezogene Zähne, "Blindarm", herausoperierte Geschwülste, ...). Chemisch oder durch Röntgenstrahlen.

 

g.) Mineralstoffanalytik um das durch die Vergiftung entstandene Mineralstoffungleichgewicht im Körper zu erkennen und auszugleichen.

 

h.) Stuhluntersuchung zum einen auf Metalle und vor allem um die erforderliche Darmsanierung zu begleiten (Entgiftung und Erzielen eines natürlichen Gleichgewichts der hilfreichen Lebewesen im Darm.

 

i.) Teststreifen für tote Zähne, die man nicht ziehen will wegen Giftproduktion ("Leichengift").

 

j.) Genaue (!) neurologische Untersuchung zur Bestimmung der Nervenschäden durch Gifteinwirkung (nach Dr. Mummentaler oder Dr. Remmers).

 

k.) Hirnleistungsstörungen durch Szintigrafie (PET) oder neuropsychologischen Test objektivieren.

 

l.) Enzymtest/Gentest zur Bestimmung aktueller und anlagebedingter Schwächen in der Giftabehr des Körpers.

 

m.) Tests des Zellstoffwechsels zur Bestimmung des Schadensausmasses und als Ansatz zur Linderung der Dauerschäden (z. B ITT, S-100 Protein).

 

n.) Sehtest zur Feststellung der Einschränkung des Gesichtsfeldes und Prüfen der Linse auf grau-weisse Einlagerungen. Beides meistens nur bei schweren Amalgamvergiftungen nachweisbar. Häufig besteht Kurzsichtigkeit.

 

o.) "Nichtwissenschaftliche" Testverfahren können umfassendere und damit bessere Aussagen liefern als alle oben genannten, wenn der "Tester" sie anzuwenden weiss. Also im Bekanntenkreis umhören, ob jemand solche Fähigkeiten hat und bereit ist anderen zu helfen (oft verbotener Weise - denn die Ärzte haben sich in Deutschland seit 1939 ihr Monopol durch rechtliche Zwänge abgesichert - . Im Ausland ist es leichter jemanden zu finden, weil dort in der Regel keine Gefängnisstrafe droht).

 

Alle Testverfahren sind mit Fehlerquellen und Fehlerquoten behaftet. So kann beim Test mit DMPS (eigentlich einer der zuverlässigeren Tests) erst mal wenig Quecksilber kommen und bei der vielleicht dritten Spritze kommt dann sehr viel. Der normale Verlauf wäre dagegen eine von Injektion zu Injektion geringer werdende Ausscheidung über den Urin. So ist es aber nur meistens, nicht immer!

Wenn Labors getestet werden kommen übrigens oft beschämende Ergebnisse heraus.

3. SANIERUNG UND ENTGIFTUNG.

Grundsatz sollte dabei sein: In mehreren auseinanderliegenden Zahnarztterminen sollte eine Entfernung der Amalgamfüllungen unter Berücksichtigung sämtlicher Schutzmaßnahmen erfolgen (Kofferdam, möglichst geringe Drehgeschwindigkeit des Bohrers, evtl. Füllungen aushebeln lassen, Sauerstoffstoffnasenmaske). - Alternativfüllung: Zemente. DMPS oder andere Entgiftungs- und Regenerationsmittel begleitend zur Ausleitung.

Die Dauer der Ausleitung ist abhängig von der Giftmenge im Körper und von der Entgiftungsgeschwindigkeit, sowie von den vorhandenen Symptomen (gezogene Zähne, entfernte Kronen etc. sollten als Beweis und für´s Familienalbum aufgehoben werden).

 

4. ENDSANIERUNG

Die Endsanierung der Zähne richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Geschädigten und sollte idealerweise nicht vor zwei bis drei Jahren nach der Amalgamentfernung erfolgen. Die individuelle Austestung auf Materialverträglichkeit sollte erst kurz vor der Endsanierung stattfinden.

 

- Bei schwerst metallgeschädigten Patienten gilt: Vorsicht bei der Endsanierung mit Metallen (Gold, Titan etc.), die werden meistens nicht vertragen.

- Wir warnen vor palladiumhaltigen und korrosiven Zahnwerkstoffen

- Achtung: Unter Kronen, Brücken und Inlays wurde oft Amalgam belassen.

 

5. WEITERE BEHANDLUNG

Erst wenn möglichst viele Giftquellen im Körper beseitigt sind, kann man die Immunabwehr dauerhaft stärken und Folgeschäden behandeln, zum Beispiel mittels Orthomolekularer Medizin, Homöopathie oder anderen Ärzten zumeist fremden Verfahren.

 

Verbleiben trotz Sanierung und Entgiftung Probleme, sollten Sie sich noch einmal an die PAIN wenden und den Austausch mit Leidensgenossen suchen.

 

Alle Zahnwerkstoffe sind selbst bei Fachleuten in der Diskussion !!!

 

ACHTUNG: während der Schwangerschaft keine Amalgamfüllungen herausbohren lassen (und erst recht nicht einsetzen lassen!), da es dadurch zu einer kurzfristig hohen Quecksilberbelastung kommt. Das Quecksilber wird über die Plazenta auf den Fötus übertragen. Wenn möglich sollte die Amalgamsanierung (Entfernung der Füllungen sowie Entgiftung des Körpers) mind. 1 Jahr vor der Schwangerschaft abgeschlossen sein!!

Wenns nicht anders geht - unbedingt alle Schutzmassnahmen ergreifen!!

 

Alle Angaben resultieren aus unserer Lebenserfahrung und dem tatsächlichen Stand der (nicht käuflichen) Wissenschaft, sie dienen der Hilfe und Information, sind aber rechtlich unverbindlich.

 

7.1 Feststellung der Zahnmetallvergiftung

Ein Patient und/oder Mediziner erkennen die chronische Quecksilber-Intoxikation

z.B.:

- Zahnfleischschwund oder - bluten

- an einer mehrtägigen, reduzierten Körpertemperatur (chronische Quecksilber-Vergiftungen gehen tendenziell mit einer Körpertemperaturminderung von ca. 37° C auf 36 - 36,5° C einher),

- an nächtlichem Speichelfluß, der das Kopfkissen nachts öfter feucht werden läßt oder übermässigem Schwitzen,

- an Sehstörungen

- am Speicheltest,

- am DMPS-Test,

- ggf. an therapieresistenten Amalgamträgern mit für Laien unspezifischen Symptomen (siehe Symptombeschreibungen ).

- Metallgeschmack im Mund als einem direkten Zeichen einer laufenden Metallvergiftung.

- "psychischen" Symptomen

- Nasennebenhöhlenerkrankungen

- chronischen Verdauungsstörungen durch Metalleinlagerungen im Darm

 

DMPS-Mobilisationstest

DMPS = (2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonsäure) ist ein schwefelhaltiger Chelatbildner und besitzt aufgrund seines chemischen Aufbaus eine hohe Affinität zu vielen Schwermetallen. Er bildet mit ihnen sogenannte Komplexe, wodurch die Ausscheidung, vorwiegend über die Nieren, gefördert wird. Der Mobilisationstest gibt Auskunft über mögliche Schwermetallablagerungen im Organismus und bietet so eine einfache Methode zur Bestätigung der klinischen Diagnose bzw. zum Ausschluß einer Vergiftung.

 

Durchführung :

1. Urinprobe abgeben und analysieren (auch auf Nierenfunktion)

2. DMPS wird langsam in die Vene gespritzt (direkt vorher Blase entleeren - pinkeln).

3. Nach ca. 45 Minuten wird erneut Urin abgegeben, der zwecks Feststellung der Schwermetallkonzentration an ein Labor gesendet wird.

 

oder

 

1. Urinprobe abgeben und analysieren (auch auf Nierenfunktion)

2. DMPS in Kapseln auf leeren Magen einnehmen (dann Blase entleeren - pinkeln).

3. Nach ca. 2-3 Stunden wird erneut Urin abgegeben, der zwecks Feststellung der Schwermetallkonzentration an ein Labor gesendet wird.

 

 

Hinweis:

DMPS führt zu einer Metallausleitung vor allem von:

Zink, Kupfer, Arsen, Quecksilber, Blei, Cadmium, ...

 

Beurteilung der Testergebnisse:

Quecksilber-lntoxikation (Vergiftung) aus Amalgam liegt vor, wenn im Urin II Kupfer über 500 µg/g Kreatinin und Quecksilber über 50 µg/g (Arbeitsmedizin) Kreatinin ermittelt werden.

Ist das Kupferdepot sehr groß (z.B. über 2500 µg/g Kreatinin), werden die anderen Metalle zunächst nicht verstärkt ausgeschieden (Quecksilberausscheidung meist unter 50 µg/g Kreatinin), sondern erst nach dem Abbau des Kupferdepots angegangen. Es sollte nach ca. 4-6 Wochen ein erneuter DMPS-Test durchgeführt werden.

Da Kupfer als Gegenspieler zu Zink dieses verdrängt, kam es in einigen Fällen über einen Zink-Mangel zur Infektanfälligkeit, Haarausfall, Unfruchtbarkeit etc.

 

Nebenwirkungen von DMPS (siehe Beipackzettel):

Es liegen daneben einige Erkenntnisse über ernsthafte Nebenwirkungen von DMPS vor. Manche nierenkranke Personen sollten nicht mit DMPS behandelt werden (die Niere muss ohne weiteres in der Lage sein die DMPS-Quecksilberkomplexe auszuscheiden!). In einigen Fällen können Hautreizungen auftreten. Bei längerer oder täglicher Einnahme kann DMPS den Mineralstoffhaushalt (Zink, Kupfer) negativ beeinflussen. Bei zu schneller Injektion können Herz- und Kreislaufreaktionen (Schwindel, Übelkeit, Schwäche) wegen des rasanten Blutdruckabfalls auftreten. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln - ausser Kupfer- und Zinktabletten, die die Wirkung vermindern oder verhindern - sind nicht bekannt. Einigen Personen bei denen Palladiumkronen verwendet wurden oder mit Bleivergiftung ging es wochenlang schlecht nach DMPS.

 

Vorteil: Dieser Test liefert eine Korrelation zwischen Messwert und Krankheitsbild, die mit den aus der Arbeitsmedizin abgeleiteten Sammelurintests nicht erzielt werden kann.

 

Nachteil: Der Test und die Therapie wird seit 1992 in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr erstattet. Private Kassen zahlen praktisch immer. Der Grund für die verschiedene Vorgehensweise privater und gesetzlicher Kassen liegt darin, dass die gesetzliche Krankenkassen den Zwang zur Amalgamanwendung ausüben und somit an der Erkrankung mit schuld sind. Die privaten Kassen haben diesen Zwang nicht ausgeübt und können daher an der Sachlage orientierte Entscheidungen treffen.

Bevor der Test oder eine Therapie mit DMPS durchgeführt wird, erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse. Lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung über eine Kostenübernahme bzw. Ablehnung geben. Im Falle einer Klage auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse, ist diese schriftliche Bestätigung unbedingt erforderlich. Auch wenn Sie Ihre Kasse als Schädiger zur Rechenschaft ziehen wollen ist diese Vorgehensweise sinnvoll.

Speicheltest (Kaugummitest)

Dieser Test dient zur Feststellung der Konzentrationen von Quecksilber, Kupfer, Zinn und Silber im Kaugummi und im Speichel nach intensivem Kaugummikauen.

Er eignet sich auch um die Freisetzung von Metallen aus Metallkronen, -brücken und -einlagefüllungen zu bestimmen, wenn diese nicht verblendet sind.

 

Durchführung:

2 Stunden vor der Durchführung nichts essen. Vor dem Kaugummikauen 10 ml Speichel in einem Gefäß sammeln. Danach 10 Minuten lang zuckerfreien Kaugummi intensiv kauen und erneut 10 ml Speichel in einem weiteren Gefäß sammeln. Die beiden Proben und der Kaugummi (!) werden in einem Labor auf Metalle untersucht.

 

Vorteil: Der Test ist leicht durchführbar und gibt ein gutes Bild über den Verschleiss der Füllungen beim Kauen wieder. Bei normalen "Amalgamkarieren" lässt er sich auch für eine Beurteilung des bisherigen Krankheitsverlaufs verwenden - nicht aber, wenn beispielsweise gestern zum ersten Mal Amalgamfüllungen in den Mund kamen, dann sollte man sich aber überlegen, ob man mit der ermittelten Tagesdosis sein Leben in Zukunft vermiesen will.

 

Nachteil: Die Kosten müssen vom (Kassen-) Patienten meistens selbst getragen werden. Das Testergebnis ist nicht sehr exakt, da die Kauintensität bei jeder Person verschieden ist, dem steht der besondere Vorteil entgegen, dass inividuelle Risiken durch das persönliche Kauverhalen in das Ergebnis einfließen. Heiße bzw. saure Speisen und Getränke bewirken ebenfalls eine erhöhte Abgabe von Bestandteilen des Amalgams, diese zusätzliche Dosis wird beim Kaugummikauen nicht mit erfasst. Falls nur der Speichel oder nur der Kaugummi analysiert wird, fehlt ausserdem ein wesentlicher Teil der gesamten Giftdosis.

Wenn die Metallfüllungen raus sind kann der Test nicht mehr gemacht werden.

Epicutantest

Durchführung:

Man plaziert hierbei eine Probe der zu testenden Substanz mindestens 6 Tage auf der Haut und kontrolliert, ob sich eine Reaktion gezeigt hat. Wenn ja, ist eine Allergie auf das entsprechende Material nachgewiesen. In einem Arbeitsgang kann man gleichzeitig mehrere Stoffe wie z.B. Amalgam, Palladium, Zement, Kunststoff, Gold, Titan, mittesten lassen. Achten Sie hierbei auch auf Spätreaktionen der Haut (bis über 14 Tage!!).

 

Vorteil: Der Epicutantest wird von den gesetzlichen Kassen offiziell anerkannt und bezahlt. Bei einem positiven Ergebnis übernimmt die Kasse ca. 60 % der Sanierungskosten. Der Grund für die Begeisterung der Mitarbeiter der gesetzlichen Kassen für den Epicutantest liegt darin begründet, dass er etwas nachweist, für das sie - anders als bei der Vergiftung - nicht direkt schuld ist.

 

Nachteil: Die Aussagekraft dieses Tests nach klassischer Durchführung (die Kassenvorschrift ist) ist äußerst umstritten, da er eine Allergie aber keine Vergiftung nachweist.

Warnung vor Tests nach den Vorgaben der "Deutschen Dermatologischen Gesellschaft"!

Diese Tests sind so ausgelegt, dass viele Allergien nicht erkannt werden - man reagiert dann trotz Allergie offiziell nicht allergisch, die Reaktionen werden als psychisch abgetan und man wird zur weiteren Behandlung zum Psychiater geschickt. Und die Allergie wirkt weiter.

 

7.2 Sanierung der Zähne

 

Maßnahmen beim Zahnarzt:

Da der Patient bei falscher Vorgehensweise eindeutigen Gefahren ausgesetzt ist, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden:

- Vor der Amalgamentfernung eine Panorama (Röntgen)-Aufnahme des Kiefers anfertigen lassen. Mit der Amalgamvergiftung vertraute Mediziner erkennen auf der Aufnahme Schwermetalldepots im Kiefer, gefüllte Zahnwurzeln/tote Zähne, Zysten, Granulome, Eiterherde, entzündliche Prozesse. Wurzeltote und wurzelbehandelte Zähne müssen sehr oft gezogen werden !!! Tote Zähne sind immer Zeitbomben ! Auch Zähne mit zu tiefen Füllungen müssen oft gezogen werden, besonders wenn der Karies bereits die Kammer des Zahnnervs befallen hat.

- Bei der Entfernung der Amalgamfüllungen Kofferdam verwenden (Mundabdeckung) .

- eine etwas weniger wirksame Alternative ist die Absaugevorrichtung, bei der der zu behandelnde Zahn teilweise von einer Plastikabdeckung umgeben ist.

- Verwendung eines Bohrers mit einer möglichst geringen Drehgeschwindigkeit (ohne Turbine)

- die angebohrten Füllungen nach möglichst geringem Bohrereinsatz aushebeln

- Hinreichende Wasserberieselung während des Bohrens, sowie gründliches Absaugen der Gase und Materialreste

- Sauerstoffzufuhr durch Anlegen einer Atemmaske für die Nase

 

Für die optimale Gesundung muß unbedingt alles Amalgam aus den Zähnen entfernt werden !! Nach unserer Erfahrung befindet sich in ca. 20 % der Fälle auch unter Kronen und Brücken noch Amalgam, außerdem können Zahnwurzeln mit Amalgam gefüllt sein ! !

- Vor und sofort nach dem Herausbohren des Amalgams mit 1 Ampulle Natriumthiosulfat 10 % oder einem anderen geeigneten metallbindenden Mittel zuerst den Mund spülen, abschliessend den Rest trinken.

- Zähne zunächst für 2-3 Jahre mit Zementfüllungen versehen lassen, da eine sofortige Endversorgung mit z.B. Gold die Amalgamentgiftung blockieren kann und neue Materialien oft nicht direkt wieder vertragen werden, was nicht selten zur Folge hat dass alles wieder raus muss.

- Wann die Endversorgung letztendlich erfolgen kann, hängt vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Es ist ein toxikologisch, allergologisch und sonstwie verträgliches Material zu wählen, was vorher ausgetestet werden sollte (z.B. bei einem Heilpraktiker mit hoher Trefferquote beim Testen oder dem sogenannten Plättchentest; hierbei wird das Material durch "Lutschen" auf Verträglichkeit getestet).

 

ACHTUNG: Für schwerst geschädigte Patienten gilt: möglichst nie wieder Metalle einsetzen lassen ! Es entstehen galvanische Reaktionen zwischen dem neu eingesetzten Material und dem im Kiefer verbliebenen Amalgamdepots. Gold und Amalgam sind Gegenspieler, die sich wie ein "Magnet" gegenseitig festhalten! Zudem hat sich der Körper oft auf die Metalle als "Feind" eingeschosssen und wehrt sich mit aller Kraft gegen diese ungebetenen Gäste im biologischen System !

- Zahnpass über alle Materialien, Hilfsstoffe und Spritzen vom Zahnarzt ausstellen lassen.

- Begleitend zur Sanierung der Zähne sollte die Entgiftungstherapie durchgeführt werden (etwa mit DMPS, wobei die Häufigkeit der Spritzen von der jeweiligen Schwermetallbelastung des Körpers abhängig ist). Dies muß selbstverständlich mit einem darin erfahrenen Mediziner besprochen und mitentschieden werden.

Unsere Erfahrung zeigt, daß die Bioresonanztherapie, sowie Zahnherde (die oft eine Folge stärkerer Vergiftungen sind) ein Heilungshinderniss darstellen können.

In den Wochen vor der Amalgamentfernung ist es sinnvoll die Mineralstoff-, Aminosäuren- und Vitaminspeicher aufzufüllen. Um die Entstehung von Autoimmunerkrankungen und Allergien durch Quecksilberfreisetzung in der Zahnarztpraxis zu verhindern, sollte man die Alarmbereitschaft der Abwehr im eigenen Körper reduzieren - Entspannungsübungen, körperlich befriedigende Betätigung vor der Behandlung, Notfalls (z. B. wenn schon eine Autoimmunkrankheit vorliegt), kortisolähnliche Medikamente, roter Sonnenhut, Kunigundenkraut homöopathisch oder ähnlich wirkende Mittel.

 

 

7.3 Alternativen zu giftigen Zahnfüllmaterialien

 

Generell gilt, daß es das ideale Zahnfüllmaterial nicht gibt. So gut wie der eigene Zahn ist kein Füllungsmaterial. Alles andere ist Flickwerk. Die Entscheidung für ein bestimmtes Füllmaterial hängt von der individuellen Verträglichkeit ab. Diese kann mittels des schon erwähnten Plättchen-Testes bzw. Allergietests und zahlreichen Verfahren, die nicht zum eigentlich notwendigen Grundwissen von Ärzten gehören festgestellt werden.

1. Zementfüllungen

Sie sind biologisch gesehen am unbedenklichsten und halten gut 2-5 Jahre, sofern diese vom Zahnarzt ordentlich verlegt werden. Eine Ausbesserung ist möglich. Lassen Sie sich vorab von Ihrem Zahnarzt die genaue Zusammensetzung des Materiales schriftlich (z.B. den Beipackzettel) geben. Der Zement sollte möglichst hohe Silziumverbindungen aufweisen und wenig Metallanteile enthalten .

Die sogenannten Glasionomerzemente sind Kunststoffe !

2. Kunststoff(einlagefüllungen)

sind, bis auf den allergisierenden Effekt weitaus verträglicher als Amalgamfüllungen. Sie haben aber den Nachteil, daß sie handwerkliches Geschick vom Zahnarzt verlangen, dass dieser meistens nicht besitzt (Folge der jahrelangen Einatmung der Inhallationsdroge Quecksilber). Diese Zahnärzte fertigen dann meist auch nur widerwillig schlechte Kunststoffüllungen an, die schnell kaputt gehen.

(Anm. der PAIN: der Zahnarzt kann Kunststoff ebenso verwenden wie Amalgam und mit der gesetzlichen Krankenkasse unter derselben Ziffer (13a-d) der Gebührenordnung abrechnen. Mit der Berechnung der Nr. 13 ist die Verwendung jedes erprobten und praxisüblichen Füllungsmaterials einschließlich der Ätztechnik und der Lichtaushärtung des Kunststoffs abgegolten. Ein Zuschlag durch den Versicherten ist nicht zulässig ! ).

Eine absolute Kontraindikation für Amalgam ist die kategorische Ablehnung durch den Patienten (nicht von Kasse und Zahnarzt verarschen lassen!).

Privatpatienten haben diese Kassenprobleme nicht.

Spanische Forscher fanden heraus, daß einige der im Mund verwendete Kunststoffe Östrogene (Geschlechtshormone) abgeben (besonders die "Bisphenole").

Anlaß zu großer Besorgnis gibt vor allem Material,das zur Versiegelung kleinerer Zahnschäden bei Kindern verwendet wird (Fissurenversiegelung). Selbst eine 100fache Verdünnung hatte noch eine krebsfördernde Wirkung ! !

Besonders alle Kunststoffe und Kleber die "Bisphenole" enthalten greifen in das Hormonsystem ein. Im Beipackzettel kann man sie daran erkennen, dass in der chemischen Bezeichnung die Silbe "bis" vorkommt.

Es empfiehlt sich für Zahnpatienten in Zukunft die Führung eines Zahnpasses. Dahinter steht die Idee - ähnlich dem Alleregiepass - alle in den Mund eingegliederten Materialien aufgeführt zu bekommen, um Unverträglichkeiten vermeiden zu können. Individuell bewährte Materialien können so bei der nächsten Zahnflickarbeit wieder verwendet werden.

 

Warnung vor Palladium-Basis-Legierungen !

Im sogenannten Zahngold sind oft bis zu 10 verschiedene Metalle enthalten. Deshalb möchte die PAIN vor Spargold (Palladium-(Gold)legierungen) warnen. In Spargold ist oft kaum noch Gold enthalten, dafür finden wir ggf. die giftigen Stoffe Tantal, Vanadium, Thallium, Palladium, Indium und Gallium, die schwere gesundheitliche Störungen auslösen können ! Die Symptome ähneln entfernt denen, die durch Amalgam hervorgerufen werden können.

Auch die Palladium-Basis-Legierungen führen, wie das Amalgam, zu einer schleichenden (chronischen) Vergiftung. Die Symptome treten meistens zu einem späteren Zeitpunkt auf und werden dann nicht mehr in Zusammenhang mit der zahnärztlichen Versorgung durch Palladium gebracht. Das Einbringen von Spargold in einen Mund mit Amalgam kann der Auslöser für das Einbrechen des dünnen Eises des Selbstbetrugs über dem tiefen See der Amalgamvergiftung bedeuten

 

Allgemeine Stoffbeschreibung:

Palladium (Pd) ist das schwerste Element aus der Gruppe der leichten Platinmetalle. In der Natur kommt Palladium überall in Spuren vor, rein auch mit Gold und Platin. Seit ca. 80 Jahren verwendet es die Industrie. Palladium wurde in den 50er und 60er Jahren in Legierungen für Flugzeugpropeller benutzt. Auch aus den verschrotteten Propellern wird das Palladium für Zahnmetallegierungen recycelt ! Durch die Verwendung von Palladium in Abgaskatalysatoren gelangt dieser Stoff zusätzlich in die Umwelt.

Nach den Richtlinien des Bundesausschusses vom 01.04.86 und dem damals gültigen SGB V waren für Kassenpatienten Palladium-Basis-Legierungen zu verwenden ! Besonders hervorgetan hatte sich damals der Sozialminister Dr. Norbert Blüm (CDU), der Palladium-Basis-Legierungen als Mittel gegen die "Vermögensbildung im Mund" durchsetzte. Erreicht hat er dadurch eine enorme Vermögensbildung bei den Ärzten und Psychiatern, die die Personen behandeln, die durch ihn krank geworden sind. In der Schweiz distanzierte man sich in scharfer Weise von Blüm´s gewissenloser Vorgehensweise. Das Spargoldproblem war sowieso schon altbekannt.

Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Richtlinien und des Gesetzes lagen für den größten Teil der Palladium-Basis-Legierungen weder biologische Prüfungen noch klinische Erfahrungen vor ! Bei der Zufuhr von Palladium erkrankten Mäuse doppelt so häufig an Karzinomen (Tumoren) wie unbehandelte Kontrolltiere ! Weiterhin hemmt Palladium zahlreiche Enzyme (Proteine) bei Mensch und Tier. Es greift das DNS-Molekül (DNS = Träger der Erbinformation) an ! Palladiumzufuhr führt u. a. zu Herzrhythmusstörungen, Schleiersehen und es wirkt im menschlichen Körper als Katalysator für unerwünschte chemische Reaktionen.

 

Ab 1993 wurden lediglich die schlimmsten Palladium-Basis-Legierungen allmählich vom Markt genommen. Selbst in der viel Wischiwaschi enthaltenden BGA-Schrift "Legierungen in der zahnärztlichen Therapie" wird insbesondere von der Kombination Palladium/Kupfer gewarnt, aber auch bei der Kombination von Palladium/Indium und Palladium/Gallium sieht man ein gesundheitliches Gefahrenpotential. Blei und Beryllium wurden als Legierungsbestandteile verboten.

Doch gelöst ist das Palladiumproblem noch nicht. Auch heute haben mit Sicherheit noch einige 100 000 Menschen in Deutschland Spargoldvergiftungen, die als psychiatrische Erkrankungen abgetan werden - ohne Aussicht auf Genesung solange die Metalle im Mund bleiben ... .


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